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Judenverfolgung - Judenvernichtung

 
 

 

 

 

 Wir leben...

...in unglaublichen Zeiten. Deshalb müssen wir uns fragen, welche Rolle wir darin spielen wollen. Was werden wir unseren Enkelkindern sagen, wenn sie uns fragen, wie wir uns an einem Wendepunkt im Schicksal des jüdischen Volkes verhalten haben, als wir die Gelegenheit hatten, Zeichen zu setzen?! Wahrheit und wahrer Frieden sind universale Werte, die wir alle vertreten und deshalb auch kennen müssen.

 

Vergleichende Tabelle antijüdischer Massnahmen

Unter den antijüdischen Massnahmen der Nazis gab es kaum eine, die nicht schon ein exaktes Vorbild in der Kirchengeschichte gehabt hätte. Hitler hat Kirchenführern auch unwidersprochen erklärt, er tue nichts anderes als das, was 1500 Jahre lang schon die Kirche getan hat. Die nachfolgende Tabelle enthält die wichtigsten Arten antijüdischer Massnahmen der Kirche im Laufe der Geschichte, wobei jeweils das erstmalige Auftreten datiert ist. Parallel werden die entsprechenden Massnahmen der Nazis aufgeführt. Es ergibt sich bis ins einzelne eine ziemlich genaue Entsprechung.

 

Römisch-Katholische Politik Nazi-Politik

1

Verbot der Eheschliessung und geschlechtlichen Kontaktes zwischen Christen und Juden, Synode von Elvira, 306 u.Z.

Gesetz über den Schutz des deutschen Blutes und deutscher Ehre. 15. September 1935

2

Juden und Christen ist es verboten, gemeinsam zu essen, Synode von Elvira, 306 u.Z.

Juden wird der Zutritt zu Speisewagen der Eisenbahn untersagt. 30. September 1939

3

Es ist Juden nicht gestattet,
öffentliche Ämter zu bekleiden,
Synode von Clermont, 535 u.Z.
ebenso 4. Laterankonzil 1215

„Das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ welches die Juden aus den Büros und Stellungen in öffentlichen Ämtern ausschliesst. 7. April 1939

4

Juden dürfen keine christlichen Knechte anstellen und keine Christen als Sklaven besitzen, 3. Synode von Orleans, 538 u.Z.

Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und deutscher Ehre, welches den Deutschen untersagt, Juden anzustellen, 15. September 1935

5

Es ist den Juden nicht gestattet sich während der Karwoche auf der Strasse zu zeigen, 3. Synode von Orleans, 538 u.Z

Ein Erlass bevollmächtigt die örtlichen Behörden, die Juden an gewissen Tagen (an Nazi-Feiertagen) der Strasse zu verweisen, 3. Dezember 1938

6

Verbrennung des Talmuds und anderer Bücher, 12. Synode von Toledo, 681 u.Z

Bücherverbrennung durch die Nazis in Deutschland.

7

Es ist Christen nicht gestattet, jüdische Ärzte aufzusuchen, Synode von Trulanic, 692 u.Z.

Deutschen ist es verboten, sich von jüdischen Ärzten behandeln zu lassen, Erlass vom 25. Juli 1938

8

Die Juden sind verpflichtet im gleichen Masse Steuern zur Unterstützung der Kirche zu entrichten, wie die Christen, 4. Laterankonzil, 1215

Die Juden werden verpflichtet, Extra-Steuern zu zahlen, und zwar in Höhe der von den Nazis für Parteiziele auferlegten Spenden, 24. Dezember 1940

9

Juden ist es untersagt, als Kläger oder als Zeuge vor Gericht gegen Christen aufzutreten, 3. Laterankonzil, 1179

Juden wird untersagt, Zivilklage einzureichen.

10

Juden ist es nicht erlaubt, jene ihrer Nachfahren zu enterben, die das Christentum angenommen haben, 3. Laterankonzil 1179

Ein Erlass ermächtigt das Justiz-Ministerium, diejenigen Verordnungen für null und nichtig zu erklären, welche „das Urteilsvermögen der Menschen“ verletzen, 31. Juli 1938

11

Juden müssen ein Unterscheidungszeichen tragen,
4. Laterankonzil, 1215

Ein Erlass verpflichtet alle Juden, den gelben Davidstern zu tragen, 1. September 1941

12

Verbot des Baues neuer Synagogen, Konzil von Oxford, 1222

Zerstörung jüdischer Synagogen im ganzen Reichsgebiet am 10. November 1938. Die Juden nennen diese Nacht die Kristall-Nacht.

13

Christen ist es nicht gestattet jüdischen Zeremonien teilzunehmen, Synode von Wien, 1267

Freundschaftliche Beziehungen zu Juden werden untersagt, 24. Oktober 1941

14

Die Juden werden gezwungen in Ghettos zu leben, getrennt von Christen, Synode von Breslau, 1267

Auf Befehl Heydrichs sind die Juden verpflichtet, in Ghettos zu leben. 21. September 1939

15

Juden ist es nicht erlaubt, akademische Titel zu erlangen, Konzil von Basel, 1434

Alle Juden werden aus den Schulen und Universitäten im ganzen Reich ausgeschlossen, und zwar durch das Gesetz gegen die Überfüllung der deutschen Schulen und Universitäten, 25. April 1933

16

Massenvernichtung der Juden während der Kreuzzüge. Das 4. Laterankonzil fordert 1215 alle weltlichen Behörden auf, „die Ketzer auszurotten“, 1478 beginnt die Inquisition, in deren Verlauf unzählige Juden auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden - ihr Vermögen wird beschlagnahmt.

Hitlers Endlösung sah die systematische Ausrottung des gesamten europäischen Judentums vor. Im Verlauf der Durchsetzung beraubte man sie ihrer Häuser, ihrer Arbeit, all ihrer Güter (selbst die Goldfüllungen in ihren Zähnen nahm man heraus) und letztendlich auch ihres Lebens. Hitlers Rechfertigung für all das? „Dies ist der Wille Gottes und die Mission der Kirche“

 


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Stand dieser Seite: 29. Januar 2012

   
 

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